50 Jahre SR-Gruppe Blies (seit 1949)

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Nach dem zweiten Weltkrieg galt es, den Sport wieder neu zu beleben. Schon früh, d.h. bereits im Januar 1946 wurde an der Saar der Landessportverband geründet und unmittelbar danach der Saarländische Fußballverband. Auch das Schiedsrichterwesen wurde neu geordnet und dabei die Zuständigkeit in einzelne Kreise und Gruppen gegliedert. Doch es dauerte bis 1949, ehe die Schiedsrichtergruppe Blies ins Leben gerufen wurde.

Die Neugründung geschah unter der Leitung von Fritz Ringle aus Mimbach mit seinen inzwischen ebenfalls verstorbenen Schiedsrichterkameraden Otto Becker, Viktor Cervi, Johann Dombrobst, Eugen Meyer, Willi Ringle und Jakob Süßmeier.

Zunächst erwies sich der Start der Schiedsrichtergruppe Blies als schwierig, da in den Jahren vor dem 2. Weltkrieg in unserer Region der Feldhandball starker Konkurrent des Fußballs gewesen war. Die ballspielende Jugend hatte sich zu entscheiden, welcher Sportart sie sich zuwendet. Doch es fanden sich anfangs nur spärlich geeignete Sportler für das Fußball-Schiedsrichteramt. Und dies war der Grund, dass sich die Schiedsrichtergruppe Blies in ihren Anfangsjahren organisatorisch von der SR- Gruppe Homburg mit verwalten ließ.

Mit der steigenden Zahl der Fußballvereine und – mannschaften stieg auch der Bedarf an Schiedsrichtern. Damit aber alle Spiele von neutralen Schiedsrichtern geleitet werden konnte, musste der SFV handeln. Er führte das Schiedsrichtersoll ein und verpflichtete die Fußballvereine, über eine bestimmte, nach der jeweiligen Klassenzugehörigkeit gestaffelten Anzahl von Schiedsrichtern zu verfügen.

Die daraufhin gezielt angelegte Werbung und das wirksame Suchen der Vereine nach geeigneten Sportlern zur Ausbildung zum Schiedsrichter hatten Erfolg. Die SR- Gruppe Blies konnte sich personell spürbar verstärken und erhielt 1955 mit den inzwischen auf 34 angewachsenen Schiedsrichtern ihre Eigenständigkeit zurück. Vorsitzender, d.h. Obmann der Schiedsrichtergruppe Blies, war Adolf Kuhnen, Rohrbach.

Bedingt durch das gesteigerte Spielniveau hinsichtlich Technik und Schnelligkeit war es geboten, der Ausbildung der Schiedsrichter eine besondere Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Deshalb galt das Prinzip, den Obmann in seinem ohnehin prikären Aufgabengebiet weitgehendst zu entlasten. Es wurde ihm daher ein Lehrwart zur Seite gegeben, dessen Pflicht in der Ausbildung der Anwärter und letztlich verstärkt in der Weiterbildung der aktiven Schiedsrichter besteht.

Zum Lehrwart wurde Heinrich Folz, Walsheim, jetzt Mimbach, gewählt. Die weiteren Lehrwarte waren: Herbert Vogelgesang, Rubenheim (1962-1967), Horst Steidel Niederwürzbach (1967-1971), Franz-Josef Grell, St.Ingbert (1971-1975), Horst Schmitt, Blieskastel (1975-1979), Heinz Schöndorf, Riesweiler (1979-1983), Horst Schmitt, Blieskastel (1983-1990) und Christian Wack, Gersheim (1990-1996). Seit März 1996 hat Isabelle Peil-Lauer dieses Amt inne.

In den Jahren von 1967 bis einschließlich 1971 führte Herbert Vogelgesang als Nachfolger von Adolf Kuhnen, die Schiedsrichtergruppe Blies. Unter seiner Regie wuchs die Gruppe auf über 70 Schiedsrichter an.

In der Amtszeit von Walter Matheis, Blieskastel, als Obmann (1971-1976) erfolgte 1973, nachdem die SR- Gemeinschaft gar auf über 90 Schiedsrichter angewachsen war, eine Gruppenaufteilung. Reformpläne des SFV sahen vor, die Arbeit in den einzelnen Gruppen überschaubarer zu machen, um dadurch eine gute Ausbildung zu erreichen.

Es wurden zwei Gruppen gebildet: Die Gruppe Blies I und die Gruppe Blies II. Letztere ist später in `Schiedsrichtergruppe St.Ingbert` umbenannt worden. Obmann der beiden Gruppen war Walter Matheis, während Franz-Josef Grell als Lehrwart fungierte.

Ab 1976 stand Herbert Vogelgesang erneut der Schiedsrichtergruppe Blies als Obmann vor, ehe 1987 Hans-Joachim Schlick, Blieskastel, diese Funktion übernahm. Seit 1990 ist Hans-Joachim Ruffing, Mimbach, deren Obmann.

Eine geordnete, zielbewusste Gruppenarbeit setzt vielfältige Aktivitäten voraus. Deshalb wird in monatlichen Lehrabenden aktuell das obligatorische Regelwissen vermittelt.

Auch wird fortwährend Hilfe zur körperlichen Fitness angeboten. Viele Schiedsrichter machen davon Gebrauch und trainieren wöchentlich in der Sporthalle in Gersheim. Während 10 Jahre lang Heinz Schöndorf diese Übungsstunden leitete, tut dies seit 1988 Isabelle Peil-Lauer. Sie ist, gemeinsam mit Obmann Ruffing, für diesen Tätigkeitsbereich verantwortlich.

In den Jahren 1977 bis 1991 beteiligte sich die SR-Gruppe Blies am Altstadtfest in Blieskastel. Heute, d.h. seit 1993 fördert sie den Hallenfußball. Sie bietet sich als Veranstalter an und arrangiert jährlich sowohl im Stadtbereich Blieskastel als auch in der Großgemeinde Gersheim die Meisterschaften der aktiven Mannschaften und der AH-Teams. Dass derartige Intentionen organisatorisch bewältigt werden können, erfordert den willigen Einsatz aller Schiedsrichter und ist lobenswerterweise auch das Verdienst der tatkräftig mithelfenden Schiedsrichterfrauen, für deren Einsatz auch an dieser Stelle herzlich gedankt sei.

Aus der SR-Gruppe Blies hatten sich bislang mehrere Schiedsrichter für höhere Aufgaben qualifiziert. Einige davon sind heute noch der Leistungsklasse II und I zugehörig und leiten Spiele regional und überregional bis hin zur 1.Bundesliga.

Während es in früheren Jahren die Kollegen Karl-Heinz Forsch, Axel Hurth, Hans Jank, Berthold Kempf, Werner Kiepfer, Toni Langenbahn, Richard Mohr, Siegfried Rebmann, Hans- Joachim Schlick und der inzwischen verstorbene Kollege Artur Wack gewesen waren, sind heute noch Isabelle Peil-Lauer (Verbandliga), Sascha Braun (Oberliga) und Christian Wack (Bundesliga und als SR-Assistent in einem Gespann der 1. B`Liga) aktiv.

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